Tanah Lot
Der Tempel ist eine touristische Attraktion, viele Besucher sehen sich den heiligen Ort täglich an. Der Meerestempel kann jederzeit mit einem Boot besichtigt werden. Möchte man den Tempel zu Fuß erreichen, und das möglichst trocken, muss man das bei Ebbe tun. Dann legt das Meer einen kleinen Steinpfad frei, der mit etwas Vorsicht betreten werden kann. Auf der heiligen Insel kann man sich dann das Bauwerk aus der Nähe betrachten. Der Tempel ist wunderschön verziert und mit antiken Schreinen bestückt. Aus Rücksicht vor den Mönchen und Priestern darf das Innere des Tempels nicht betreten werden.
Unter dem Tempel entspringt eine Süßwasserquelle. Sie ist für die hiesigen Mönche heilig und wird ständig beaufsichtigt. Man sagt, dass das Quellwasser eine heilige Wirkung hat.
Die Entstehung der Tempelanlage geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Ganz genau ist die Entstehungsgeschichte nicht bekannt, es sind viele Sagen und Mythen im Umlauf. Die bekannteste Sage ist die, das ein verirrter Hindupriester auf der Suche nach einem Ort zum Rasten und Meditieren war. Ein Licht soll ihn zu der kleinen Insel vor der Küste Balis geführt haben. An diesem Ort, wo heute der Tanah lot steht, meditierte er und im Laufe der Zeit sammelten sich Schüler um ihn und meditierten ebenfalls. So soll der javanische Hindupriester Danghyang Nirartha, dem dieser Ort zugeschrieben wird, den heiligen Tempel errichtet haben.
Heute ist der Tanah lot eines der beliebtesten Urlaubsziele Balis. Bei Sonnenuntergang ist es dort traumhaft schön.



